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TU Berlin

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FAQ

Was ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM)?

Das BEM richtet sich an alle Beschäftigten, die innerhalb der letzten 12 Monate länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig erkrankt waren.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir besprechen, welche betrieblichen Schritte unternommen werden können, um die aktuelle Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und erneuter vorzubeugen.

Die rechtlichen Grundlagen zum BEM sind im neunten Sozialgesetzbuch festgeschrieben.

Detaillierte Informationen zur betrieblichen Eingliederung an der TU Berlin können Sie der Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (DV-BEM) entnehmen.

FAQ-Liste

Wie lange wird das Entgelt im Krankheitsfall gezahlt?

 Im Krankheitsfall wird, abgesehen von bestimmten Ausnahmen (z.B.  anrechenbaren Vorerkrankungen), das Entgelt längstens bis zur Dauer von 6 Wochen durch den Arbeitgeber fortgezahlt. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist in § 22 TV-L  Berliner Hochschulen geregelt. 

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Wann und wie erhalte ich ein Krankengeld von der Krankenkasse?

Nach Ablauf der 6 Wochen Entgeltfortzahlung können Beschäftigte von ihrer Krankenkasse ein Krankengeld erhalten.

Seit 01.01.16 muss das Krankengeld nicht mehr mit einem gesonderten Auszahlschein bei der Krankenkasse beantragt werden, sondern ist in der klassischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung integriert. Die/der Ärztin/Arzt kreuzt nun auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an, dass die/der Beschäftigte Krankengeld erhält. Ein Exemplar dieser Bescheinigung muss dann an die Krankenkasse gesendet werden.

Die Krankenkasse teilt der/dem Beschäftigten die Höhe des Krankengeldes schriftlich mit. 

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Wie lange erhalte ich Krankengeld?

Wenn ein/e Beschäftigte/r wegen derselben Erkrankung innerhalb von drei Jahren mehr als 78 Wochen (19,5 Monate) arbeitsunfähig ist, endet der Anspruch auf Krankengeld nach der 78. Woche. Ist der Anspruch auf Krankengeld ausgeschöpft, endet die Mitgliedschaft als Pflichtversicherte/r in der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist dann möglich, im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung §145 Abs. 1 SGB III Arbeitslosengeld I zu erhalten.

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Was ist der Krankengeldzuschuss?

Nach Ablauf der 6 Wochen Entgeltfortzahlung haben Tarifbeschäftigte bei fortdauernder Krankheit Anspruch auf einen Krankengeldzuschuss, der vom Arbeitgeber gezahlt wird. Der Krankengeldzuschuss ist die Differenz zwischen dem Nettoverdienst, den der Arbeitgeber vor der Arbeitsunfähigkeit zahlte, und dem Krankengeld, das die Krankenkasse zahlt.

Das Krankengeld teilen die Krankenkassen den Beschäftigten schriftlich und dem Arbeitgeber elektronisch mit.

Der Krankengeldzuschuss wird in Abhängigkeit von der Beschäftigungszeit gezahlt (§ 22 Abs. 3 TV-L BH). Bei einer Beschäftigungszeit von mehr als einem Jahr erhalten Beschäftigte nach Ablauf der 6 Wochen Entgeltfortzahlung den Krankengeldzuschuss durch den Arbeitgeber bis zum Ende der 7. Woche seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit (insgesamt 13 Wochen).

Bei einer Beschäftigungszeit von mehr als drei Jahren erhalten Beschäftigte nach Ablauf der 6 Wochen Entgeltfortzahlung den Krankengeldzuschuss durch den Arbeitgeber bis zum Ende der 33. Woche seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit (insgesamt 39 Wochen).

Weitere Informationen zu Krankmeldungen und entschuldigtes Fehlen finden Sie auf der Seite der Personalstelle.

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Ist die Teilnahme am BEM-Verfahren freiwillig?

 Ja, ein BEM kann nur mit Ihrer Zustimmung erfolgen. Sie können entscheiden, ob Sie das Angebot zum BEM annehmen oder nicht. Auch der Ausstieg aus dem BEM-Verfahren ist jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich.  

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Wer ist an einem BEM beteiligt?

Die Gespräche werden koordiniert und geführt mit der BEM-Beraterin. Sie können bestimmen, wer neben der BEM-Beraterin noch am BEM teilnehmen darf. Wenn Sie der Teilnahme nicht widersprechen, nehmen an den Gesprächen darüber hinaus auch ein/e Vertreter/in des Personalrats und gffs. eine Vertrauensperson der schwerbehinderten Beschäftigten teil. Auf Ihren Wunsch können außerdem hinzugezogen werden:

  • Vertreter/in der Personalabteilung
  • Ihre Führungskraft
  • Betriebsärztlicher Dienst
  • Sozialberatung
  • Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz (SDU)
  • eine Person des Vertrauens
  • Frauenbeauftragte
  • Jugend- und Auszubildendenvertretung

Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht und können nur durch Sie davon entbunden werden. Alle BEM-Gespräche sind somit vertraulich. 

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Was passiert, wenn Sie ein BEM ablehnen?

Das BEM ist ein freiwilliges Angebot. Sie entscheiden, ob Sie es annehmen oder ablehnen. Lehnen Sie ein BEM ab, haben Sie keine direkten arbeitsrechtlichen Auswirkungen zu befürchten. Bei einer krankheitsbedingten Kündigung können Sie sich beim Arbeitsgericht jedoch nicht auf ein fehlendes BEM berufen.

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Welche Informationen aus dem BEM-Verfahren kommen in die Personalakte?

Die im Verfahren erhobenen Daten (Gesprächsprotokolle etc.) werden in einer BEM-Akte verwahrt. Sie haben das Recht, diese Akte jederzeit einzusehen. Darüber hinaus haben zu dieser Akte nur die am Verfahren beteiligten Personen Zutritt.

In die Personalakte werden nur die Informationen dazu aufgenommen, dass man Ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt die Durchführung eines BEM angeboten hat, ob Sie damit einverstanden waren oder nicht und welche konkreten Maßnahmen angeboten und durchgeführt wurden.  

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Müssen Sie den Grund Ihrer Erkrankung mitteilen?

Nein, über den medizinischen Grund Ihrer Arbeitsunfähigkeit oder Ihrer gesundheitlichen Einschränkung müssen Sie uns nicht informieren. Für das BEM-Verfahren ist es relevant zu wissen, welche Einschränkungen durch Ihre Erkrankung am Arbeitsplatz entstehen und welche Tätigkeiten Sie noch durchführen können.

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, mit dem Betriebsärztlichen Dienst über den medizinischen Grund Ihrer Arbeitsunfähigkeit zu sprechen, damit er die übrigen Beteiligten über die Auswirkungen der Erkrankung am Arbeitsplatz informieren kann. Der Betriebsärztliche Dienst unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht und darf daher nur das berichten, was Sie ihm erlauben. 

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Gibt es beim BEM obligatorische Lösungen?

Nein, das BEM ist ein dynamisches und individuelles Verfahren. Ob und welche Maßnahmen angewendet werden können, hängt vom Einzelfall ab. 

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Was können Maßnahmen im BEM sein?

Zur Wiedereingliederung sind verschiedene Maßnahmen denkbar, zum Beispiel die Reduzierung der Arbeitszeit, technische Arbeitshilfen, die Anpassung der Arbeitsaufgaben, eine stufenweise Wiedereingliederung („Hamburger Modell“) oder auch eine Weiterbildung. Jede Maßnahme bedarf Ihrer Zustimmung.  

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